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Zum Wesen des
Hundes !
Hunde sind Rudeltiere und leben in einem autoritären System, was
aber nicht mit dem unerfreulichen Drill auf Schutzhundeplätzen zu
verwechseln ist. In einem Rudel hat einer das Sagen, das so genannte
"Alpha"-Tier. Welpen stehen in der Rangordnung unter allen anderen
Mitgliedern des Rudels. Dafür genießen sie aber einen ganz
besonderen Schutz (Welpenschutz), der ihnen einen beachtlichen
spielerischen Freiraum ermöglicht. In der Gemeinschaft mit dem
Menschen sollte dies auch für den erwachsenen Hund so bleiben. Alle
anderen Rudelmitglieder (Familienmitglieder) bestimmen, was zu
geschehen hat, wann und wo geschlafen wird oder wann und wie die
Jagd (der Spaziergang) abläuft, kurz die gesamte Gestaltung des
Lebensablaufs. Für einen Welpen ist es ganz normal, dass ein Mensch
die Stelle seiner Mutter einnimmt. Je klarer und vor allem
konsequenter die Menschen die Regeln des täglichen Lebens festlegen,
desto sicherer und ausgeglichener ist der Hund. Eine funktionierende
Rudelhierarchie in der Familie angemessen aufzubauen oder
durchzusetzen ist unerlässlich, wenn Sie nicht die nächsten 10-15
Jahre unter der Herrschaft Ihres Rottweilers, Schäferhundes oder
auch Dackels verbringen möchten.
Die Natur hat Ihren Welpen mit einem so genannten Nachfolgetrieb
ausgestattet. Er läuft immer seiner Mutter (und das sind jetzt Sie)
nach und achtet darauf, dass Sie ihm nicht verloren gehen. Entfernt
sich ein kecker Welpe zu sehr, verstecken Sie sich vor ihm in einem
ihm fremden Gelände. Lassen Sie ihn ruhig eine Weile suchen. Er wird
Ihnen sobald nicht mehr von den Füßen weichen. Wichtig ist von
Anfang an: Ihr Hund muss auf Sie Acht geben, nicht umgekehrt. Eine
weitere Instinkthandlung ist der Schnauzenstoß, eine Geste der
Verbundenheit, die aus dem Futterbetteln der Welpen entsteht. Die
Welpen bohren ihre kleinen Schnauzen in die der Mutter, um schnell
an den herausgewürgten Nahrungsbrei zu kommen. Ähnlich hat sich das
"Pfötchengeben" aus dem Milchtritt entwickelt. Es zeigt Unterwerfung
bei freundlicher Stimmung an.
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