Der Hund !

Canidae
Familie der Landraubtiere; Zehengänger mit stumpfen, nicht einziehbaren Krallen. Der Kopf ist langschnäuzig, mit kräftigen Reißzähnen. Zu den Hunden gehören u. a. Wolf, Hyänenhund, Mähnenwolf, Füchse, Schakale und der Haushund, Canis familiaris. Dieser hat sich seit etwa 10 000 Jahren bei den Abfallhaufen menschlicher Siedlungen aus Wolfs-Ahnen selbst domestiziert: Die einheitliche Tarnfarbe der Wildform und die Abwehrinstinkte konnten abgebaut werden zugunsten fortschreitender Anpassungsfähigkeit an die Lebensgewohnheiten des Menschen. Diese Urform des Hundes repräsentieren heute noch die "Pariahunde" Indiens, wo auch die kleinste, haushundeähnlichste Wolfsrasse, Canis lupus pallipes, lebt. Eine aktive Zucht von Rassen wurde lange Zeit nur im Umkreis adeliger Höfe (Ägypten, China, später auch in Europa) für Prestigehunde betrieben; die Zucht von Jagd-, Hirten-, Wach- und Lawinenhunden beschränkte sich lange auf die Prägung von Gebrauchstypen, ähnlich wie bei den Schlittenhunden der Eskimo. In Asien (z. B. Tibet) war die Bestattung (Fraß) durch Hunde üblich. Erst nach 1850 begann die planmäßige züchterische Auswahl und genetische Fixierung der heute ca. 300Hunderassen.